Mein Freund
(Hans-Peter Royer,
Schlattming / Österreich)
Mein Freund, jetzt steh ich vor Gott
und bin allein in meiner Not.
Das Gericht erwartet mich,
und darum denke ich an dich.
Gehörtest du denn nicht zu denen,
die sich Gottes Kinder nennen?
Wusstest du denn nicht Bescheid,
vom Gericht der Ewigkeit?
Alles teiltest du mit mir,
und vieles lernte ich von dir;
und ich habe dir fest vertraut
und dabei doch auf Sand gebaut.
Jetzt steh ich hier mit leeren Händen,
an niemanden kann ich mich wenden,
der mir jetzt noch helfen kann.
Den Retter hast du mir verschwiegen,
und für meine Lebenslügen
ich nun meinen Lohn empfang.
Für dich steht Jesus im Gericht,
an meiner Stelle aber nicht.
So bin ich ewig nun verlassen,
adieu, mein Freund, ich
kann´s nicht fassen
...
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